Pura Vida!

Zwischen Atlantik und Pazifik
 

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Paseo

Ich habe großes Glück, dass meine Familie genauso reiselustig ist wie ich. Besonders mein großer Bruder Jose und meine Mama. Ihm habe ich, auf seine Sticheleien hin, einen 2 1/2 Seiten lange Stichpunktliste mit Orten, die ich in diesem Jahr besuchen möchte, geschrieben. Es liegt zwar schon etwas zurück aber ich möchte jetzt über mein letztes August Wochenende schreiben. Freitagmittag bin ich mit meiner Mama mit dem Bus nach San José gefahren. Dort hat uns mein großer Bruder abgeholt und wir sind mit dem Auto weiter zu seiner Wohnung gefahren. Er wohnt in der benachbarten Stadt Heredia. Mit dem Auto sind es zwischen 20 Minuten und einer Stunde je nach Verkehrslage. Samstagmorgen sind wir früh aufgestanden da wir viel vor hatten an diesen Tag. Wir haben schnell gefrühstückt und sind gegen 9 Uhr losgefahren in die benachbarte Provinz Alajuela. Es war ein wirklich schöner Tag, die Sonne hat geschienen, der Himmel war blau und es waren nur ein paar Wolken am Himmel. Während wir weiter in die Berge hoch fuhren hatte man einen echt tollen Ausblick in die Täler. Unser erstes Ziel waren die La Paz waterfall Gardens. Ich muss ja sagen dass ich ziemlich skeptisch war ob sich der Eintritt von phänomenalen 38$ wirklich lohnt. Jedoch verließ ich mich in diesem Punkt einfach mal auf das Urteil meines großen Bruders, der sagte, dass ist zwar viel Geld ist aber das es auf jeden Fall dieses Geld wert ist. Gegen Mittag kamen wir in La Paz an und begannen unsere Tour durch das großzügig angelegte Gelände im Regenwald. Ich muss sagen, dass ich total beeindruckt von diesem Ort war. Weninger allerdings von den Wasserfällen, verschuldet durch die Iguazú Wasserfälle letztes Jahr, die einfach Wahnsinn waren, sondern mehr von den Tieren, den Pflanzen und den wunderschönen Blumen. Meine Highlights zusammengefasst: Als erstes saß ein Tukan in einer riesengroßen Vogelvoliere auf meinem Arm. Als nächstes konnte ich in einem Schmetterlingshaus die ganze Pracht von kleinen, großen, bunten und weniger farbigen Schmetterlinge bewundern. Weiter ging es dann zu einem Ort wo Kolibris gefüttert wurden. Allerdings und leider sind diese kleinen zierlichen zauberhaften Geschöpfe viel zu schnell unterwegs um ein ordentliches Foto von ihnen zu schießen. Außerdem galt an diesem Ort besondere Vorsicht ,besonders um seinen Kopf, weil die langen spitzen Schnäbel auch schnell zu einer gefährlichen Waffe, besonders für Augen, werden können. unser Spaziergang führt uns weiter zum Schlangenhaus, neben Spinnen meine zweit unbeliebtesten Tiere! Auch wenn die Tiere alle anscheinend sicher hinter Glas verschlossen waren habe ich mich unwohl gefühlt. Mein großer Bruder wollte mich die ganze Zeit dazu überreden ein tolles Foto mit einer Schlange um meinen Hals zu machen, dazu war ich allerdings zu feige. Der Respekt vor diesen Reptilien war einfach zu groß, ich konnte mich jedoch so weit dazu überwinden eine kleine und ungiftige Schlange für einen klitzekleinen Augenblick anzufassen. Und entgegen meiner Erwartungen sie fühlen sich gar nicht glitschig an. Mein Bruder Jose war etwas wagemutiger und ließ sich diese Schlange um den Hals legen, damit ich ein Foto von ihm machen kann, aber auch er schien sich damit nicht so richtig wohl damit zu fühlen - er trieb mich zur Eile an. Ich dagegen hatte kurze Zeit vorher einen riesigen Hornkäfer auf der Hand, natürlich nicht ganz so cool wie eine Schlange aber immerhin. Nach den ganzen Vögeln und Reptilien kamen wir weiter zu den Raubkatzen. Ich war absolut glücklich, da ich schon immer einen Jaguar sehen wollte. Die Größe, das Muster und die Eleganz, mit dir sich dieses Tier bewegt absolut beeindruckend. Daher ist es auch nicht schwer zu erraten, das Jaguare zu meinen Lieblingstieren gehören. Leider ist es etwas schwierig und ebenfalls verboten einen von diesen zum kuscheln in sein Bett zu holen. Gegen Ende unseres großen Spaziergang kamen wir letztendlich zu den Wasserfällen, jedoch hatte es da schon etwas angefangen zu regnen. Was uns dazu bewog unsere Regencapes auszupacken und die Tour vielleicht etwas schneller als bei Sonnenschein zum Ende zu bringen. Mit dem Bus ging es zurück zur Rezeption und von da an setzen wir unserem Ausflug fort. Der Weg führt uns weiter in die Berge der Provinz zu dem Vulkan Poás. Dort angekommen sagten uns die Pförtner des Nationalparks netterweise, dass es heute keinen Sinn mehr hatte hochzufahren, weil Mann aus der Wolke nicht sehen würde. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben und deswegen haben wir spontan den Plan geändert. Wir fuhren ungefähr eine Stunde weiter in die kleine Stadt Zarcero, die berühmt für ihren Park vor der Kirche ist. Die Zypressen sind alle in Tierform zugeschnitten und geben vor der alten Kirche ein wunderschönes Bild ab, mich persönlich erinnerte es stark an Alice im Wunderland. Meine doch sehr gläubige Mutter nutze diese Chance um die nächste Messe zu besuchen. Jose und ich waren daran nicht so interessiert, was Gott sei dank kein Problem darstellt, und verbrachten die Zeit mit einem weiteren Spaziergang und einen Kaffee bei guten Gespräch. Danach war es bereits dunkel und wir brachen auf zum Heimweg. Sonntag standen wir ebenfalls ziemlich früh auf, um dem sehr wahrscheinlichen Regen am Nachmittag etwas vorzubeugen. Das Tagesziel war der Nationalpark des Vulkans Irazú in Cartago. Es stellte sich heraus, und dass das eine sehr gute Idee war, denn es war herrlichsten Wetter, quasi nur blauer Himmel und Sonnenschein. Wodurch der Ausblick von den Hängen ins Tal auf die Stadt Cartago natürlich bombastisch war. Oben auf den Kratern auf gut 3230 Metern ist es ziemlich kalt und windig gewesen. Mit meiner Fleecejacke und einem Tuch war ich allerdings gut asusgestattet und konnte den Ausblick und das Gefühl in den Wolken zu sein voll genießen. Das ganze Wochenende wurde für mich noch schöner und besonderer dadurch, dass ich abends mit meinem Bruder in San José aus war und dort viele meiner neu gewonnen Freunde wiedergetroffen habe.

9.9.14 08:01, kommentieren

Mein Name, Essen und Regen

Svenja zu sagen ist hier so gut wie unmöglich! :D Werde ich nach meinem Namen gefragt und antworte ist die standart Reaktion ein verwirrter Gesichtsausdruck und ein fragender Blick. Ich wiederhole also geduldig und verständnisvoll meinen Namen und bekomme stolz zur Antwort "Esbenya". Die Kinder auf der Arbeit können es sich kaum merken und wenn doch, dann nur " Esben" In meiner Familie werde ich nur noch "Vengy" genannt, aber das ist irgendwie süß, weil sie sich sonst alle ständig die Zunge brechen würden. Der kleine 3jährige Sohn meines Cousins ruft mich einfach nur "Amiga" weil es so schwierig ist. Essen. Natürlich war mir total bewusst, dass das Essen sehr anders aussehen würde als ich es gewohnt bin. Das Nationalgericht gallo Pinto (Reis mit Bohnen) -sehr lecker!- hatte ich ja schon erwähnt, generell gibt es zu so gut wie jeder Mahlzeit Reis. Außerdem stehen die Costaricaner sehr auf Koriander :D Dieser ist Bestandteil von allem Mahlzeiten die ich bisher probiert habe, außer Tortillas. Gott sei dank finde ich Koriander ziemlich lecker und störe mich kein bisschen daran. Brot wird hier echt nur sehr wenig gegessen und wenn natürlich nur weißes! Stattdessen werden sehr viele galettas, Keckse ähnlich wie Tuckkeckse, gegessen. Zum Frühstück, wenn es nicht gallo Pinto oder Tortillas mit Rührei gibt, oder zum Kaffee, welcher mehr oder weniger das Abendbrot ablöst. Was tatsächlich total anders ist als zu Hause sind die Essgewohnheiten. Zum Frühstück und zum Kaffee ist es nicht üblich, dass jeder einen Teller und ein Messer bekommt, es ist mehr wie bei den Pfadfindern, dass einige Messer für alle auf dem Tisch liegen, ich fühle mich also sehr heimisch damit Außerdem scheinen die ticos, zu mindestens die die ich bisher kennen lernen durfte, es zu bevorzugen aus Schälchen mit Löffeln zu essen und alles zu vermischen. Und wir haben uns auf der Finca über den recht trockenen Reis beschwert und Soße vermisst :D Und ich wurde des öfteren schon etwas schräg von der Seite angeschaut wenn ich mit Messer und Gabel oder wahlweise Löffel und Gabel gegessen habe. Natürlich gibt es hier auch eine 100x größere Auswahle an Früchten, die viel besser schmecken als bei uns. Ich liebe die Früchte und vor allem die mamone, eine Frucht die der Litschi sehr ähnlich ist, und die Ananas! Zum Essen muss ich noch hinzufügen, dass vor allem Getränke, Süßspeisen und Süßigkeiten so dermaßen überzuckert sind für meinen Geschmack, dass ich sie entweder nicht esse/trinke oder sehr großzügig verdünne. Salz dagegen wird zu meinem Bedauern nur sehr sparsam eingesetzt, weil es ungesund ist in großen Mengen. Jedes Mal wenn ich mein Essen nachsalze bekomme ich von irgendwem einen vorwurfsvollen Blick zugeworfen. Das ich vieles aber einfach zu süß finde kann dagegen niemand verstehen :p Regen. Wir oder besser ich befinde mich gerade in der Regenzeit. Costa Rica hat keine Jahreszeiten wie wir sie aus Europa kennen, sondern unterteilt das Jahr in Regen- und Trockenzeit. Es regnet hier also täglich, ab ca. 2Uhr nachmittags. Spätestens zu meinem Feierabend schüttet und gewittert es meistens. Ein Grund warum meine erste Anschaffung hier ein wunderschöner brauner Regenschirm mit weißen Punkten war. Wenn es hier regnet tut es das selten dezent. So ein Aquaplaning hab ich noch nie gesehen! Das erklärt jedoch die ungelogen bestimmt nen halben Meter tiefen spitz zulaufenden Gräben rechts und links neben den Straßen. Diese sind nämlich brechenden voll und erscheinen eher wie Flüsse, sobald der Himmel seine Schleusen öffnet. Zwischendurch wird der Graben dann von einem großen schwarzen Loch unterbrochen in welches das Wasser, ungehindert durch ein ja auch völlig über flüssiges Gitter o.ä. , herabstürzen kann. Durch ein solches Loch könnte problemlos ein erwachsener Mensch rutschen, was mir am Anfang irgendwie Angst gemacht hat. Die meisten Dächer sind mit Blech gedeckt, wodurch der Geräuschpegel im Haus auch gleich ein ganz anderer ist wenn es regnet. Mama und Papa wissen jetzt ziemlich genau wovon ich spreche. Wir versuchten zu skypen während eines "Schauers" und wir mussten und fast anschreien, um uns zu verstehen , Nicht nur der Regen sondern auch Gewitter haben hier ein ganz anderes Ausmaß - faszinierend! Es donnert oder blitzt stundenlang auch ohne Regen. Bei Gewitter hatten wir auch schon zwei Mal Stromausfall für bis zu 5 Stunden. Ich habe also andere Erfahrungen in vielen Dingen gemacht als in Deutschland, aber nichts desto trotz gefällt es mir hier ganz hervorragend und ich fühle mich pudelwohl in dem Land und mit meiner großartigen und herzlichen Familie! Und ich will diese und hoffentlich noch viele weitere Erfashrungen auf keinen Fall missen, weil sonst wärs ja langweilig. Ich möchte nur zur Sicherheit und abschließend nochmals darauf aufmerksam machen, dass das alles meine persönlichen Erfahrungen sind, andere bestimmt andere Eindrücke haben oder hatten und, dass ich hier nichts verallgemeinern möchte.

3 Kommentare 4.8.14 17:14, kommentieren

Meine Arbeitsstelle (erweitert)

Die Einrichtung in der ich die nächsten Monate arbeiten werde heißt Hoher A.M.A und ist, nach meinem bisherigen Kenntnisstand, mit einem Kinderheim in Deutschland vergleichbar. Geleitet wird dieses von zwei Mönchen, Frey George und Frey Williams, es handelt sich um eine katholische Einrichtung. Hogar A.M.A ist ausschließlich für Jungs zwischen 6 und 13 gedacht. (Eine passende Einrichtung für Mädchen befindet sich nur wenige Kilometer weiter.) Zur Zeit leben hier 21 Jungs. Begleitet und beaufsichtigt werden sie von den 2 Mönchen, 2 Psychologinnen, 2 sogenannten "tias" (Tanten) und seit letzter Woche auch von mir. Außerdem arbeiten hier noch eine Doña ( höffliche Form für Frau) in der Küche, eine in der Wäscherei, eine die für die notwendige Sauberkeit sorgt und ein Señor, der den Garten in Schuss hält. Nebenbei erwähnt eine der beiden Psychologinnen ist meine ältere Schwester Sylvia, was sehr praktisch ist und vor allem in den ersten Tagen sehr angenehm war. Das Gelände ist sehr groß, es beinhaltet unter anderem einen Garten mit Orangen- und Mangobäume und ein Waldgebiet. Der Alltag spielt sich allerdings in den 4 zentralen Gebäuden ab. Zwei davon sind die Wohnräume der Jungs, sie teilen sich meist zu zweit oder zu dritt ein Zimmer. In einem anderen sind die Küche, der Speiseraum, der Raum in welchem gelernt wird und die Wäscherei. In dem vierten sind die Büros, die Fernsehräume und ein Computerraum. Außerdem gehören noch ein Spielplatz, ein überdachter Sportplatz und zwei Vogelgehäge dazu. Der Tag der Jungs ist ziemlich durch geplant, alles hat aseine feste Zeit, wodurch sie (zu mindestens in meiner Arbeitszeit) wenig Freizeit haben. Ich muss täglich 6Std. arbeiten und kann frei wählen wann ich dies tun möchte. Bisher war das von 9:00-15:00 Uhr, aber vielleicht beginne ich in der Trockenzeit eher, weil es dann noch nicht so heiß ist. Meine Aufgabe hier ist mir ehrlich gesagt noch nicht ganz klar, bisher laufe ich mit, beobachte und spiele mit den Kindern. Ich hab allerdings schon einige Ideen für Freizeitaktivitäten, muss diese nur noch mit meinem Chef besprechen. Die Jungs kommen durch die Organisation PANI zum Hogar. Diese ist eine Regierungsorganisation und etwa mit dem Jugendamt zu vergleichen. Sie kümmert sich um Kinder und Jugendliche die in schwierigen familiären Situationen stecken und nehmen sie unter Umständen aus der Familie. Ich kann noch hinzufügen, dass während die Jungs im Hogar leben PANI eine Pflegefamilie für sie sucht. Allerdings scheint das eher selten zu sein, da diese Familien so gut wie nie finanzielle Unterstützung bekommen sollten sie ein Kind aufnehmen. Die häufigsten Gründe für die "Inobhutnahme" sind Vernachlässigung und Gewalt in der Herkunftsfamilie. Hinzu kommt bei manchen Kindern Missbrauch.

2 Kommentare 26.8.14 16:38, kommentieren

¡Bienvenido a Perez Zeledon!

Ich beginne mal mit Donnerstag Mittag, als ich tierisch aufgeregt und nervös im AFS Büro mit allen anderen Freiwilligen stand und meine neue Familie erwartet. Wir hatten die Finca um 6:00 Uhr morgens verlassen, um in San Jose noch zum ministerio de seguridad publica gehen zu können und unsere Fingerabdrücke für das Visum abzugeben. Zurück im Büro war die Stimmung angespannt, jeder sehnte den Moment herbei die Familie kennen zu lernen und freute sich, andererseits hatte man auch Angst die Gruppe mit neu gewonnenen Freunden zu verlassen und auf sich selbst gestellt zu sein. Nach dem Mittagessen brach ein großer Zahnputzkrieg aus, weil jeder den bestmöglichen Eindruck machen wollte. 12:50 Uhr, ich war gerade fertig mit Zähneputzen, ruft einer der Mitarbeiter meinen Namen : "Time to say goodbye to your friends your family is waiting for you." Meine Güte in diesem Moment verdoppelte sich mein Herzschlag!!! Ich bemühte mich so vielen Menschen wie möglich schnell auf wiedersehen zu sagen und mein Gepäck zu finden. Ich war die erste die in die Familie aufbrach. Im Foyer erwarteten mich meine beiden Schwestern, Yary&Syl, meine Mama Iriz und eine Freunden der Familie. Sie alle schlossen mich nacheinander in die Arme und begrüßten mich, sie schienen genauso aufgeregt wie ich. Auf dem Weg nach San José hatte ich mich noch daran erinnert wie es für uns 2009 gewesen war Meghan am Flughafen abzuholen und in unsere Familie aufzunehmen - tierisch aufregend nämlich!!! Sie schenkten mir Blumen, super schöne Flipflops, ein "pura vida" T-shirt und eine Landkarte von Costa Rica. Wir begannen uns sofort zu unterhalten, gut dass meine Schwestern auch Englisch sprechen - Das Eis war gebrochen. Für den Heimweg hatten sie schon einen kleinen Ausflug geplant. Wir nahmen nicht den direkten Weg nach San Isidro sondern fuhren geradewegs westlich aus der Stadt raus Richtung pazifischer Ozean. Während der fährt konnte ich mich nicht immer besonders auf die Landschaft konzentrieren, weil ich so sehr mit Sprechen beschäftigt war. Wir machten drei Stopps, zuerst an einer Brücke über den Fluss Tárcoles, in welchem irre viele Krokodile leben! (Siehe Eintrag vorher ) Von da an ging es auf der Küstenstraße weiter südlich. An dem Strand Haco machten wir ein weiteres Halt und konnte, wenn auch nicht bei bestem Wetter, denn es hatte bis kurz vor Ankunft noch heftig geregnet, zum ersten Mal das eine Meer in Costa Rica sehen :-) Danach haben wir noch an einem Restaurant auf dem We angehalten, weil die vier fast am verhungern waren. Gegen 19:00 Uhr waren wir zu Hause. Das Haus, dass ich ab nun mein zu Hause nenne liegt in einer Kleinstadt/einem Dorf namens Palmares, circa 6km vom Centrum von San Isidro entfernt. Es ist ein grünes, einstöckiges Haus an einer Straßenecke sehr nah am Park und der Kirche, d.h. quasi in Zentrum. Es ist schön hier, ich beginne mich wohl zu fühlen. Eine Tante und die Omi wohnen direkt nebenan. Seit meiner Ankunft ist noch nicht so viel passiert, außer einem Spaziergang, einem Besuch in der Kirche und zwei "Ausflüge" in die Stadt. Das kommt mir aber ganz gelegen, weil ich so Zeit Jahre mich einzuleben und immer etwas mehr Spanisch zu lernen. Morgen steht ein Mittagessen mit der ganzen Familie an und am Montag habe ich meinen ersten Arbeitstag.Meine Schwester arbeitet als Psychologin halbtags in der selben Einrichtung und wird mich die ersten Tage netterweise begleiten, damit ich das Busfahrten lerne. Pura Vida, Svenja

9.8.14 21:37, kommentieren

Angekommen!

Leider wegen technischen Störungen erst jetzt, aber ich bin sehr gut und ohne Zwischenfall gut in Costa Rica angekommen, ja sogar für mein vieles Gepäck wurde kurz vor Schluss noch eine Lösung gefunden

Mittlerweile bin ich schon 1 1/2 Wochen in diesem verzaubernden Land. Die ersten vier Tage habe ich mit allen anderen Freiwilligen in der Hauptstadt San Jose verbracht. Wir verbrachten die meiste Zeit im AFS Büro um unsere Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen und über typisch costaricanische (tico/tica) Dinge, Regeln im Land und zu beachtende Dinge informiert zu werden. Leider muss ich sagen, dass es etwas bis sehr langweilig war von Zeit zu Zeit, weil vieles davon schon auf meiner Vorbereitung in Deutschland Thema war. Die vier super lieben&hilfsbereiten Teamer, die jeweils selber Auslandserfahrungen haben, Catalina, Fabiaóla, Raul und Elias trugen daran aber keine Schuld! An einem Nachmittag unternahmen wir einen Spaziergang durch die Stadt, also eine Art persönliche Stadtführung mit Elias&Frank (er war nur diesen Tag dabei). Das war eine schöne und interessante Abwechslung, allerdings hat es nicht dazu beigetragen, dass ich nun mehr Orientierung vor Ort habe :D Dazu ist ja aber auch noch genügend Zeit in den kommenden Monaten. Am Freitag Abend hatten wir die Option ein wenig das Bar- und Nachtleben der Stadt zu erkunden. Es war ziemlich cool und etwas aufregend, aber weil dem Großteil von uns noch der Flug, die Zeitumstellung und der Höhenunterschied zu Deutschland in den Knochen hing war es nur ein kurzer Abstecher, der auf jeden Fall Lust auf mehr an einem freien Wochenende gemacht hat! Zur Information San José liegt mit dem Auto bzw. Bus etwa 2-3Std. von meiner Heimatstadt Palmares, Perez Zeledon, entfernt je nach Verkehr.

Letzte Woche Sonntag wurden wir mit zwei Kleinbussenvor unserem wirklich schönen, jedoch an einer Hauptstraße gelegenen, Hotel Orquidera abgeholt um zur Finca la Flor in der Nähe von Cartago zu fahren. Dort bin ich nun mit de anderen seitdem.

Wir waren alle mehr oder weniger schockiert und irritiert bei unserer Ankunft, vielleicht war das unser erster kleine Kulturschock. Die Finca liegt eigentlich wunderschön im/am Regenwald. In kleinen Gruppen bewohnen wir Bungalows, die jedoch deutlich anders aussehen als wir uns das vorgestellt haben. So traumhaftschön die Natur und die Aussicht auch ist,man kann die ganzen kleinen und großen Krabbeltiere nicht besonders gut ignorieren, da sie stetig irgendwo wieder auftauchen.

Natürlich ist der Fincaaufenthalt nicht als Freizeit gedacht. In Kleingruppen haben wir täglich 6Std. Spanischunterricht in unterschiedlichen Niveaus. Auch außerhalb der Klasse haben wir reichlich Möglichkeiten unser Spanisch mit den Damen der Küche oder den Herren, die sich um die Ziegen, Kühe und Pferde kümmern auszuprobieren und zu verbessern.

Das tico Essen besteht hauptsächlich aus Reis, Bohnen, (Koch-)Bananen, Gemüse und Salat und ist einfach köstlich! Auch wenn ich gestehen muss, dass ich mich ,auf der nebenbeierwähnten vegetarischen Finca, schon nach einem Butterbrot und Fleisch oder Fisch irgendeiner Art sehne.

 Bis Donnerstag verweile ich noch hier oben in den Bergen und lerne fleißig, dann holt mich meine Gastfamilie in Cartago ab und ich werde von dann an bei ihnen leben. Durch meinen bisheriegen Kontakt ,mit hauptsächlich meinen beiden Gastschwestern, glaube ich, dass es sich um sehr nette, interessierte und aufgeschlossene Menschen handelt. Ich bin gespannt und freue mich sehr!!!

 Soweit so gut, ich lasse bald wieder von mir hören wenn ich ein paar Tage im wohl sehr warmen und regenreichen Süden des Landes verbracht habe.

 Ich schicke Grüße&Drücker,

Svenja 

3.8.14 16:01, kommentieren