Pura Vida!

Zwischen Atlantik und Pazifik
 

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Festival de las ballenas y delfines - Festival der Wale und Delfine

Am vergangenen Wochenende, das durch den Nationalfeiertag am Montag ein langes war, habe ich mit meinem Bruder und 13 weiteren Kollegen das Festival de las ballenas y delfines besucht. 5 waren Arbeitskollegen von ihm und der Rest waren ebenfalls Freiwillige und damit Freunde von mir Wir haben uns alle Freitagabend am nahegelegenden Strand dominical im Hotel getroffen und den Abend damit zugebracht uns über Arbeit und Familie auszutauschen. Spannend auch zu beobachten wie die vielen Fremden so schnell zu mehr oder weniger einer Gruppe wurden. Außerdem mussten wir natürlich den Pool noch an diesem Abend einweihen Für Samstag Morgen 8Uhr hatten wir alle die Bootstour vom benachbarten Strand aus gebucht, deswegen hieß es früh aufstehen! Um 7 war Abfahrt und eigentlich gab es auch erst ab 7Uhr Frühstück, da wir allerdings mit dem Sohn des Besitzers verweilten war es kein Problem dieses etwas nach vorne zu verlegen. Mit tico time Verspätung kamen wir um 7:30 im Nationalpark an und hörten uns die Sicherheits Einweisung an. Danach ging es weiter zum Eingang, wo wir unsere Tickets zeigen und eigentlich hätten 6$ Eintritt als Ausländer zahlen müssen. Was für ein Glück, dass wir mit so vielen ticos unterwegs waren und Spanisch sprachen :D Dann ging alles recht schnell, wir wurden in Gruppen von 10 Personen auf die Boote aufgeteilt, mit Schwimmwesten ausgestattet und bekamen gesagt wo wir einsteigen sollen. Man waren wir aufgeregt! Ab ging es ein Stück durchs Wasser zu waten und auf den kleinen Flitzer zu steigen. Kurze Startschwierigkeiten, weil das Wasser zu niedrig war um den Motor runter zu lassen, und ab ging es.... Wir sausten nur so über das Meer und alleine das habe ich total genossen und hätte mich liebendgern selber hinters Steuer gestellt! Wir fuhren hin und her und der eine Guide war immer am Handy/Walkytalky um mit den anderen Booten in Kontakt zu bleiben und sich über Wal- oder Delfin Sichtungen auszutauschen. Und tatsächlich nach kurzer Zeit beschleunigten wir und schlugen einen anderen Kurs ein, es wurde eine Walfamilie gesichtet. Voller Spannung und Aufregung hielten wir die Augen in der angegebenen Richtung offen und die Kameras gezückt! Jeder wollte ein tolles Foto, am besten mit Heckflosse oder beim Atmen. Als wir dann die Walrücken relativ weit weg entdeckten war uns dieses jedoch schon wieder egal. Alle standen wir im Boot und bestaunen diese Wasserrießen. Einfach total beeindruckend sie zu sehen, wenn auch nur kurz, und zu wissen, dass sie da sind! Etwas später sahen wir noch ein oder zwei, die waren aber noch weiter weg, sodass ich mir da unsicher bin. Deutlich näher und damit auch besserbzu beobachten waren die Delfine! Es waren einfach richtig viele und irgendwelche kamen immer mal wieder relativ nah ans Boot ran - super schön! Leider hatten sie anscheinend keine Lust zu springen und Kunststücke für uns zu machen, aber irgendwo muss ja auch noch Luft nach oben sein in diesem Jahr Nach etwa einer Stunde war leider schon Schluss, weil so viele Menschen am Strand warteten und die geschätzten 15 Motorboote etwas überfordert mit dem Ansturm schienen. Also unternahm der Großteil unserer Gruppe noch einen Spaziergang den Strand entlang und auf die bei Ebbe begehbare Landzunge, cola de ballena genannt (Walflosse). Es war super sonnig und heiß und so schön es auch ist in der Sonne zu schländern mussten wir uns gegenseitig immer wieder an Sonnencreme erinnern. Die Flosse besteht aus flachen, spitzen Felsen und es war schon ein Kunststück sich in den Flipflops (die man hier ohne Probleme zu jedem Anlass tragen kann) nicht hinzulegen. Dank der kräftigen Unterstützung meines Bruders und eines Freundes von ihm konnte ich sogar den Ausblick von einem Felsbrocken genießen. Erstmal genug vom Strand machten wir uns zum Teil, mit 15 Leuten passt man einfach nicht in 2 Autos und der Rest wollte nicht nochmal ein Taxi bezahlen, auf in die Berge. Wir hatten mittlerweile Mittag und die ticos hatten Hunger. Wir fuhren also in ein nahegelegenes, sehr teuer aussehendes, Hotel, von dessen Terrasse man einen wahnsinnig tollen Blick auf die Küste und die cola de ballena von oben hatte! Spektakulär! Den Nachmittag verbrachten wir an einem anderen Strand bis es anfing zu regnen und fuhren danach zurück ins Hotel. Der Regen hielt uns jedoch nicht vom Andenken kaufen und im Pool schwimmen ab. Den Abend rundete ein ganz großartiges Barbeceue ab, welches der Freund von meinem Bruder für uns zubereitete. Um 22uhr war es Pflicht für alle ticos das Finale der zentralamerikanischen Fußballmeisterschaft Guatemala-Costa Rica zu schauen. Also machten wir anderen es uns am Pool gemütlich, quatschten und gingen recht früh schlafen - die Sonne macht echt schlapp. Sonntagmorgen konnten wir sogar ausschlafen, Frühstück gab es erst um 8. Gegen 9 machten wir uns auf zum playa ventana. Isa und mir war dieser Strand mit den in den Fels gefressenen Höhlen schon vom letzten Wochenend bekannt. Anders war diesmal jedoch, dass wir Ebbe hatten und sogar in die Höhlen rein gehen konnten ziemlich cool! Wir plantschten in den Wellen, genossen den Strand Ausflug und ließen uns Früchte und Tortillas mit Bohnenmouse oder Thunfisch-Tomaten-Dip schmecken! Nach einigen Stunden hatten wir genug von dem ,an diesem Wochenende total vollen, Strand und gingen zurück zum Auto. Oh das hätte ich fast vergessen, so gern ich meinen Bruder hab, aber er ist einfach ein kleiner Macho :D Als wir auf die zum Parkplatz umfunktionierte Wiese fuhren und der Einweiser ihn fragte ob er Allrad hätte, weil er dann darüber zu der Ecke mit der riesigen Matschpfütze fahren könnte, antwortete er ganz lässig "Nein, aber ganz ruhig". Wir fuhren also mitten rein und.....fuhren uns natürlich fest. Isa, Julius, Fabienne und ich mussten uns so das Lachen verkneifen, weil es so klar gewesen ist :p Weiter ging es vom Strand ein Stück in die Berge zu einem Fluss mit Wasserfall in welchem man auch baden könne. Wow war das Wasser klar! Verglichen mit der Meerestemperatur allerdings auch ziemlich kalt. Abenteuermäßig kletterten wir die Felsen flussaufwärts um den kleinen Wasserfall besser betrachten zu können, von welchem die Einheimischen immer wieder runtersprangen. Ein wirklich zauberhafter Platz und da wir eh schon nass vom Schwimmen waren machte uns der beginnende Regen auch gar nichts aus, sodass wir diesen, für uns sehr außergewöhnlichen, Ort noch etwas länger genießen konnten. Später kehrten wir ins Hotel zurück, gingen eine arschteure Pizza essen und wurden am Strand bei Sonnenuntergang Zeugen eines Heiratsanträge. Sehr romantisch! So viel erstmal zu dem Ausflug....

18.9.14 18:48

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