Pura Vida!

Zwischen Atlantik und Pazifik
 

Meta





 

Nationalpark Manuel Antonio - Ausflug mit der Arbeit

Gestern durfte ich die gut 20 Kinder, Fray William, tia Adriana und Ingrid, mit jeweils ihren Kindern, auf ihren Ausflug in den ca 1,5 Stunden entfernten und an der Pazifikküste liegenden Park Manuel Antonio begleiten. Dieser Nationalpark gilt als bezaubernd schön, sehr tierreich und man sagt er habe einen sehr schönen Strand. Ich freute mich auf diesen Tag und war etwas aufgeregt. Außerdem machte ich mir etwas Sorgen um die Schwimmkünste der Jungs, weil die Strömung an den Stränden die ich bisher besucht hatte immer sehr stark war. Außerdem wusste ich dass die eine tia gar nicht und die andere nur schlecht schwimmen kann, was mir Horrorszenarien von ertrinkenden Kindern in den Kopf setzte, die ich retten muss. Diese Sorge, gleich hinterher, war Gott sei dank unbegründet, weil das Wasser hier sehr seicht war! Abgemacht war, dass sie mich um 7:00 morgens mit dem Bus abholen. Ich stellte mir also meinen Wecker auf 5:50, ging duschen, kochte Kaffee und war gerade dabei mir mein Frühstück, Haferflocken mit Joghurt und Früchten, um dem Reis und Weißbrot etwas aus dem Weg zu gehen, zuzubereiten als es um 6:30 vor der Tür hupte und ganz viele Kinder Stimmen meinen Namen riefen. So viel zum Thema Unpünktlichkeit in Lateinamerika :D Mir blieb dann leider keine Zeit mehr zu essen und Kaffee zu trinken, ich stellte das Schälchen in den Kühlschrank, schnappte mir einen Apfel, ein Stück Brot und meinen Rucksack und stieg in den Bus. Sofortz brach ein heilloses Durcheinander aus "Svenja hier hin", " Svenja hier ist noch Platz", "Komm her du kannst dich zu mir setzen". Ich muss sagen ich war etwas über fordert kurzzeitig. Wer mich etwas besser kennt weiß, dass ich a) morgens etwas länger brauche um richtig wach zu sein und b) es nie gut ist wenn ich Hunger habe. Ich setze mich auf den nächst besten Platz und begann erstmal zu essen während die Kinder um mich rum weiter brabbelten wie Wasserfälle - ganz süß eigentlich wenn sie so aufgeregt sind. Auf unserer Fahrt durch die Berge übergaben sich zum Glück nur zwei Personen und wir kamen gegen 9:00 etwa am Parkeingang an. Wie abgemacht hatte ich mir eine große dunkele Sonnenbrille von meiner Schwester geliehen, blieb mit den Kindern im Bus während Fray William die Karten kaufte, ich galt von nun an erstmal als stumm und wurde mit Daniela angesprochen Durch diese unsere gut überlegte Taktik gelang es, dass ich den Preis für Einheimische (1600 colones) und nicht für Touristen (11$) zahlte Durch den Wald liefen wir gut 2km zum Strand und sahen ungefähr auf halber Strecke schon ein Faultier <3 Der Strand erstreckte sich in einer Bucht mit nahezu weißem Sand und machte mit dem türkisgrünen Meer einfach einen paradiesischen Eindruck. Da wir recht früh dort angekommen sind waren auch noch nicht so viele andere Menschen dort, sodass wir uns an zwei Picknicktischen breit machen konnten. Es brauchte nicht lange und wir waren im mit den Kindern im Wasser. Dieses erinnerte von der Temperatur eher an einen Pool, als an den Pazifik. Es war großartige den Kindern zuzusehen und mit ihnen in den Wellen zu toben. Besonders war für mich unseren Jüngsten zu beobachten, weil er noch nie zuvor am Strand gewesen war. Ein bischen traurig! Er war voller Freude, aber gleichzeitig merkte man ihm die Angst deutlich an. Selbst an der Hand von einem Erwachsenen war im das Meer nicht ganz geheuer und er zog es vor im Sand in den Ausläufern von den Wellen zu spielen. Wir verbrachten also einen wunderschönen Tag damit zu planschen, spazieren zu gehen und Affen zu bestaunen und das alles bei herrlichsten Sonnenschein! Gegen zwei Uhr suchten alle ihre Sachen zusammen und nachdem wir uns noch von einer Horde Einsiedlerkrebsen haben ablenken lassen machten wir uns auf den Rückweg zum Bus. Die Fahrt verlief ziemlich ruhig, weil die meisten Kinder fast sofort einschliefen. Auch ich als ich um 16:30 wieder zu Hause ankam war ziemlich gerädert von det Sonne und der Toberei, weswegen mich nach einer Dusche, Abendessen und ein paar Seiten in meinem Buch auch die Müdigkeit überrannte. Mit der Vorfreude auf die Gespräche mit meiner Familie am nächsten Morgen glitt ich also in einen total erholsamen Schlaf.

28.9.14 17:15

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